…blue monday.
…
….
……
“ich wartete und wartete bis die tore sich endlich öffneten, um dann im letzten augenblick alles erdenkliche zu tun um es doch nicht zu sehen.
rein wie ich war, nur einen schritt von der realität entfernt, schwebte ich und fing an zu begreifen.
doch, was ist der mensch töricht, und wie schwach er doch ist.
das war wohl schlussendlich meine erkenntnis.
und jetzt, zwischen den letzten und den nächsten schluck, scheint alles wieder wie ein tausendmal erlebter deja vu und johnny cash begleitet mich unfreiwillig durch den morgen.
bemühend um einen dialog dass ganz sicher in einen monolog endete, versuchte ich das letzte achtel zu bestellen.
sich immer und überall behaupten kostet viel kraft. und obwohl ich das gegenteil anstrebe, ertappe ich mich immer öfters dabei wie ich meine mitmenschen etwas zeigen möchte was ich gar nicht bin. etwas was in eine norm passt, etwas was das kolektive denken beruhigt, was nicht allzu grosse wellen schlägt und wenn doch dann nur wegen des “aha-erlebnis”.
ich tue das damit ich für dich umgänglicher bin und du mich irgendwo einordnen kannst.
und umgekehrt ist er genauso.
es ist nie das was es ist, es ist nur das was du sehen möchtest.”
ich fand heute diesen text den ich am montag, gegen mitternacht in der kulisse schrieb.
hab nur einen kleinen teil daraus geschrieben, es ist einfach zu viel. so wies ausschaut hab ich mir mental einen runtergeholt. na ja, ich fühlte mich nachher sehr viel besser und beschloss dann auch noch ein paar schweigestunden zu absolvieren. h. fand es am anfang etwas komisch, für ihn kam das ohne vorwarnung, er wusste nicht wie er damit umgehen soll, ich genoss es.
wir spazierten gegen 2uhr nachts durch die gassen. es war lauwarm und ich war angeheitert.
als wir dann in der küche sassen und auch h. beschloss mal für ein weilchen nichts zu sagen, begann ein schriftliches dialog der so lange dauerte bis wir vor müdigkeit ins bett fielen.
am nächsten morgen stand ich auf und fühlte mich wie neu geboren.
c`est la vie !
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